Lost Lyrix 2026 – Reime, Tanz und Graffitis im Haus der Jugend Itzehoe

Lost Lyrix 2026 – Reime, Tanz und Graffitis im Haus der Jugend Itzehoe

Beim Festival Lost Lyrix im Haus der Jugend Itzehoe trafen Hip-Hop, Graffitis und gesellschaftliches Engagement aufeinander. Kreative Aktionen und Musik prägten das vielfältige Programm der Veranstaltung.

Das Team und die Mainacts. v. l. DJ GipGambo, Nele Hansen, Maria Thielmann (beide AVS Itzehoe), LIZZN, Jonas Wenderoth (AVS Itzehoe), Zerwas, Stevo159, EMC FOTO: OTIS.PHOTOGRAPHER

Bereits ab 16 Uhr füllte sich das Gelände mit Leben. Der Geruch von frischer Sprühfarbe lag in der Luft, erste Beats waren zu hören, und die Gäste konnten frische Crêpes genießen. An verschiedenen Mitmachstationen wurden T-Shirts (betreut von Nele Hansen) mit dem Lost-Lyrix-Logo bedruckt, kleine Leinwände mithilfe von Schablonen gestaltet (betreut von Maria Thielmann) und ein Container mit Graffiti besprüht. Die Schüler der 9. und 10. Klassen der WPU-Kurse Hip-Hop wuselten herum – ob an den verschiedenen Stationen, in der Küche, als rasender Reporter oder im Backstage.

Neben den kreativen Angeboten spielte auch gesellschaftliches Engagement eine wichtige Rolle. An den Ständen der „Omas gegen Rechts“ sowie der Koordinationsstelle Integration des Kreises Steinburg konnten sich die Besucher über Strategien gegen den Rechtsruck oder die Unterstützung Geflüchteter informieren und Möglichkeiten des Engagements kennenlernen.

Für die offizielle Eröffnung sorgten die Schüler des Wahlpflichtkurses Hip-Hop der AVS Itzehoe. Nach der Begrüßung durch Jonas Wenderoth, Lehrer an der AVS und Mitgründer des Festivals, präsentierten sie ihre einstudierten Choreografien und wurden dafür mit großem Applaus belohnt.

Musikalisch eröffneten Schüler mit einem selbst geschriebenen Song das Bühnenprogramm. Die anfängliche Aufregung wich schnell sichtbarem Stolz. Anschließend standen die lokalen Künstler Lemn und EMC auf der Bühne. Während Lemn mit einer energiegeladenen Show überzeugte, begeisterte EMC das Publikum mit kreativen Wortspielen und starken Texten.

Als erster Hauptact beeindruckte Lizzn anschließend mit einer abwechslungsreichen Performance und großer Bühnenpräsenz. Als Überraschung brachte sie zudem den Song „Wut“ gemeinsam mit Zerwas auf die Bühne. In ihren Songs setzte sie sich mit Themen wie Gefühlen, Feminismus und Selbstbestimmung auseinander. Besonders der Einsatz einer Loop-Station sowie elektronischer Beats sorgte für Begeisterung und lud das Publikum zum Tanzen ein.

Als zweiter Hauptact waren Stevo 159 und DJ GipGambo aus Dortmund angereist. Zu souligen Beats rappte Stevo 159 über Politik, Graffiti und das Lebensgefühl der Hip-Hop-Kultur. Dabei reflektierte er das Weltgeschehen in lyrisch präzisen Texten. Die Besucher lauschten aufmerksam und nahmen sicherlich die eine oder andere Botschaft mit nach Hause.

DJ GipGambo und Steve 159 FOTO: OTIS.PHOTOGRAPHER

Das Festival zeigte eindrucksvoll, wie Schule, kulturelle Bildung, gesellschaftliches Engagement und Kreativität miteinander verbunden werden können. Möglich wurde die Veranstaltung durch zahlreiche Kooperationen und Förderungen, etwa von „Schule trifft Kultur – Kultur trifft Schule“ des Landes Schleswig-Holstein. Angefangen bei der Schulleitung der AVS über das Verständnis des Kollegiums bis hin zur Mitarbeit von Nele Hansen und Maria Thielmann.

letzte Vorbereitungen FOTO: ANONYM

Besonders hervorzuheben ist das sehr große Engagement der Schüler der AVS, die sowohl bei der Planung als auch bei der Betreuung der verschiedenen Stationen, der fotografischen Dokumentation und der Gestaltung des Bühnenbildes aktiv, auch in ihrer Freizeit, mitwirkten.

Ganz im Sinne des Hip-Hop-Mottos „Each one, teach one“ nahmen alle Beteiligten neue Eindrücke, Gedanken und Inspirationen mit.

Dieser Text wurde erstellt von:
Jonas Wenderoth
AVS Itzehoe

Nachzulesen bei der SHZ https://www.shz.de/lokales/wir-von-hier/steinburg/artikel/lost-lyrix-2026-hip-hop-festival-setzt-zeichen-in-itzehoe-50834330