60 Minuten ergeben eine Stunde. Das klingt banal, ist es aber nicht, wenn es auf eine Unterrichtsstunde bezogen ist.

Unsere Schulstunden sind echte Stunden! Schule ist einem ständigen Prozess der Veränderungen unterworfen, bei dem es von Seiten der Schule gilt, Unterricht modern und effektiv zu gestalten. Als die Länge der Schulstunde vor etwa 100 Jahren auf 45 Minuten festgelegt wurde, lagen mit Sicherheit andere Rahmenbedingungen vor und die Ansprüche an die Gestaltung einer Unterrichtsstunde waren nicht diejenigen, die heute gelten. Trotzdem schlägt an vielen Schulen noch immer der ursprüngliche Zeittakt.

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Unsere Erfahrungen

45 Minuten sind oft zu wenig, um die wünschenswerten methodischen Elemente einer Schulstunde angemessen einzusetzen. Manches kann nicht in der notwendigen Tiefe durchgeführt werden oder bleibt in 45 Minuten ganz auf der Strecke:

  • Kontrolle der Hausaufgaben
  • Still-, Partner oder Gruppenarbeit
  • Arbeit an Lernstationen
  • Durchführung und Auswertung im Experimentalunterricht
  • Ergebnissicherung
  • Erläuterung der Hausaufgaben
  • Beantwortung offener Fragen

15 zusätzliche Minuten eröffnen mehr Möglichkeiten. Die Schüler/innen haben pro Unterrichtstag weniger Fächer. Das macht die Schultasche leichter. Gleichzeitig muss man sich auf weniger Fächer vorbereiten, kann gezielter arbeiten. Reduzierung der Fächer an einem Schultag, reduziert die täglichen Hausaufgaben.

Im Fremdsprachenunterricht und in Mathematik dürfen die Übungsintervalle nicht zu weit auseinander liegen. Doppelstunden (90 Minuten) überfordern insbesondere die jüngeren Jahrgänge, die Effektivität sinkt. Im Gegensatz zum 90-Minuten-Takt sehen Klassenlehrer ihre Gruppen häufiger.

Die großzügigere Pausenstruktur ermöglicht einen entspannteren Wechsel zwischen Haus 1 und Haus 2, aber auch innerhalb des (weitläufigen) alten Gebäudes.