Digitales Lernen
Die AVS wurde mit dem Titel „Digitale Modellschule“ ausgezeichnet und zählt damit zu einer von insgesamt 113 Schulen in Schleswig-Holstein. Das ist nicht verwunderlich, denn an unserer Schule wird Digitalisierung großgeschrieben. Wir verfügen nicht nur über ein flächendeckendes, performantes WLAN-Netz, sondern auch über eine eigene digitale Arbeitsplattform, mehrere Medien- und Computerräume, vier Klassensätze an Tablets und digitale Tafeln in den Naturwissenschaften.
Unsere Schule arbeitet seit über zehn Jahren erfolgreich mit Tabletklassen. In dieser Zeit haben wir unsere Konzepte kontinuierlich weiterentwickelt, reflektiert und an neue pädagogische sowie technische Möglichkeiten angepasst. Der Einsatz digitaler Endgeräte ist bei uns kein kurzfristiger Trend, sondern ein fester Bestandteil zeitgemäßen Unterrichts.
Das Tablet bietet einen klaren Mehrwert für Lernen und Motivation: Inhalte können anschaulicher vermittelt, Lernprozesse stärker individualisiert und kooperative Arbeitsformen gezielt gefördert werden. Gleichzeitig gilt bei uns ein zentrales pädagogisches Prinzip:
Das Tablet ersetzt den klassischen Unterricht nicht 1:1.
Es kommt dort zum Einsatz, wo es sinnvoll ist und einen echten didaktischen Gewinn bietet.
Orientiert sind wir dabei am SAMR-Modell, das vier Stufen der Mediennutzung beschreibt:
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Substitution: Digitale Werkzeuge ersetzen analoge Medien (z. B. das digitale Arbeitsblatt).
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Augmentation: Aufgaben werden funktional erweitert (z. B. durch Kommentarfunktionen oder unmittelbares Feedback).
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Modification: Lernaufgaben werden grundlegend umgestaltet (z. B. kollaboratives Arbeiten in Echtzeit).
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Redefinition: Es entstehen Lernformen, die ohne digitale Medien nicht möglich wären (z. B. multimediale Projekte oder Präsentationen für ein reales Publikum).
Unser Ziel ist es, insbesondere die höheren Stufen bewusst zu erreichen – ohne dabei bewährte analoge Methoden zu verdrängen. Heft, Buch, Gespräch und Experiment behalten weiterhin ihren festen Platz im Unterricht.
Ein zentraler Bestandteil der Tabletklassen ist die Vorbereitung auf eine digitale Zukunft. Schülerinnen und Schüler lernen, Materialien strukturiert zu organisieren, Aufgaben digital zu bearbeiten, zu sichern und abzulegen – kurz: verantwortungsvoll und effizient am „digitalen Schreibtisch“ zu arbeiten. Diese Kompetenzen sind grundlegend für schulisches, berufliches und lebenslanges Lernen.
Die Nutzung digitaler Schulbücher erleichtert zudem den Schulalltag: Sie reduzieren das Gewicht der Schultaschen und bieten interaktive Elemente, multimediale Ergänzungen und differenzierte Übungsformate, die das Lernen unterstützen.
Auch der verantwortungsvolle Umgang mit Künstlicher Intelligenz gehört zunehmend zur Medienbildung. KI wird bei uns als Lernpartner und Unterstützungsinstrument eingesetzt, etwa zur individuellen Rückmeldung und zur Strukturierung von Lernprozessen. Dabei gilt:
KI soll das Denken nicht ersetzen, sondern Lernprozesse begleiten, reflektieren helfen und eigenständiges Arbeiten fördern.
Damit digitales Lernen zuverlässig gelingen kann, verfügt unsere Schule über eine sehr gute digitale Ausstattung: Ein stabiles, leistungsfähiges Internet, moderne Endgeräte und der schulische Server IServ ermöglichen sichere Kommunikation und Organisation.
Tabletklassen an unserer Schule stehen damit für durchdachten Medieneinsatz, pädagogische Verantwortung und eine Lernkultur, die Schülerinnen und Schüler kompetent, kritisch und reflektiert auf eine zunehmend digitale Welt vorbereitet.
Medienräume dienen hauptsächlich dem Abspielen von DVDs. Computerräume ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, den Umgang mit PCs praxisnah zu erlernen und Programmieren zu lernen. Dazu gehört nicht nur das Arbeiten am Computer, sondern auch das Programmieren und Steuern kleiner Systeme, wie beispielsweise LEGO MINDSTORMS oder ähnliche Fahrzeuge und Steuerungen. Als Modellschule beginnt der Informatikunterricht bereits in Klasse 5 und vermittelt von Anfang an einen altersgerechten, strukturierten Einstieg in die digitale Welt. Ab der 11. Klasse (E-Phase) wird der Informatikunterricht vertieft, z. B. in Programmierung, Hardwarekomponenten und komplexeren Computeranwendungen.
Ergänzend stellt die Schule Beamer bereit, die in jedem Raum installiert sind und mit Apple-Geräten, aktuellen Android-Systemen oder Windows-Computern verbunden werden können, sodass Ergebnisse überall präsentiert werden können. In den naturwissenschaftlichen Räumen sind außerdem digitale Tafeln verbaut, die den Unterricht interaktiv unterstützen.
Für den Unterricht stehen der Schule 120 eigene iPads zur Verfügung, die von den Lehrkräften für verschiedene Unterrichtseinheiten gebucht werden können.
Das moderne WLAN- und Glasfasernetz sorgt für stabiles Internet in allen Räumen und fördert den Trend des BYOD (Bring your own device). So können die Schülerinnen und Schüler mit ihrem eigenen Smartphone, Tablet oder Laptop den Unterricht multimedial bereichern.
Neben den vielen digitalen Möglichkeiten direkt in der Schule gibt es noch einen großen Vorteil unserer Schule auf diesem Gebiet: IServ und WebUntis.
- IServ stellt für unsere Schule eine Art Intranet dar. Es ist speziell für Schulen ausgerichtet und fördert nicht nur die Kommunikation über E-Mail zwischen SchülerInnen und Lehrkräften (z.B. bei Fragen nach Unterrichtsinhalten oder organisatorischen Angelegenheiten), sondern stellt auch eine digitale Zentrale für Unterrichtsmaterialien aller Art dar. Schülerinnen und Schüler können hier einen Blick auf den Terminkalender der Schule werfen und diesen sogar in ihren eigenen Kalender auf dem Handy einbinden lassen. Besonders hilfreich ist die Erstellung des eigenen Desktops für SchülerInnen. Die eigenen Dateien werden also nicht nach dem Herunterfahren des Computers gelöscht, sondern werden auf dem lokalen Hauptserver für die Schülerinn oder den Schüler abgespeichert. Der Desktop kann so von jedem PC in der Schule aufgerufen werden und es kann sofort weitergearbeitet werden. Auch zu Hause können die Schülerinnen und Schüler bequem auf ihre eigenen Daten zugreifen.
- Neben IServ gibt es an unserer Schule auch noch das System WebUntis, welches die Schüler über den Vertretungsplan auf dem laufenden hält. So kann das Kind in der dazugehörigen App immer sehen, welche Stunden morgen anliegen und ob welche davon bei einem Vertretungslehrer stattfinden oder nicht. Das System ist dazu auch auf einen Blick verständlich und kann sofort benutzt werden.


