Welchen Mehrwert die Projekte Schüler retten Schüler und der Schulsanitätsdienst im Schulalltag haben, welche Erfahrungen damit verbunden werden und inwieweit auch SchülerInnen hier Verantwortung übernehmen können, zeigen zwei Berichte von Schülerinnen, die daran teilhaben (durften) sowie ein Auszug aus der Norddeutschen Rundschau über unseren Schulsanitätsdienst.

Schüler retten Leben

Am 25. Januar 2017 haben die 9. Klassen an dem Projekt „Schüler Retten Leben“ teilgenommen. Das Projekt wurde von der anästhetischen Abteilung des Klinikums Itzehoe im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums ins Leben gerufen und soll Schülern und Schülerinnen animieren, Courage zu haben, dem Wunsch zum Helfen nachzugehen und vor allem auch Sicherheit in der Ersten Hilfe vermitteln.

Während der zweistündigen Schulung  wurde uns zuerst erläutert, wie Wiederbelebung funktioniert und welche Effekte sie auf den Körper hat, so beispielsweise das etwaige Verletzungen des zu Reanimierenden nicht die Schuld des Ersthelfers sind, sondern nur ein „Nebeneffekt“ der Reanimation und nicht strafbar sind, wohingegen die Nichthilfe als unterlassene Hilfeleistung strafbar ist. Nach dieser Einführung durften wir unser neu gewonnenes Wissen an einem Dummy beweisen.

Nachdem alle die Wiederbelebungsübung richtig durchführen konnten und den Umgang mit dem Defibrillator, welcher hingegen der Meinung vieler nicht das Herz wieder zum schlagen bringt sondern das Kammerflimmern beendet (den Herzschlag komplett beendet) und „eine solide Arbeitsgrundlage“ für den Ersthelfer schafft, wurden uns noch andere Grundlagen der Ersten Hilfe erklärt: wie man sich im Falle eines Autounfalls verhält oder welche Hilfe man bei einer bewusstlosen Person leisten kann.

Zusammengefasst war dies ein sehr schöner Tag und ich denke, ich kann aus der Sicht vieler Mitschüler sprechen, wenn ich sage, dass die Bemühungen des Klinikums sich auf jeden Fall ausgezahlt haben und wir viel eher einem Hilfsbedürftigen helfen egal ob mit Wiederbelebung oder anders.

Von Stine Faust

 

 

Schulsanitätsdienst an der AVS

In der Projektwoche im Sommer 2016 fand die Ausbildung zur Schulsanitäterin und zum Schulsanitäter durch das DRK statt. Anhand von Fallbeispielen lernten wir, wie wir in verschiedenen Situationen helfen können. Dies ist ein weites Spektrum vom Pflaster kleben bis hin zur Herz-Lungen-Wiederbelebung. Jedoch leisten wir nur die Erste-Hilfe und ersetzen keinen Arztbesuch. Die Ausbildung war auch mit Spaß verbunden, da wir neue Schülerinnen und Schüler kennenlernen konnten und mit ihnen die Fallbeispiele durchspielten. Natürlich wurden auch all unsere Fragen geklärt. Am Ende der Ausbildung erhielt jede Sanitäterin und jeder Sanitäter ein Zertifikat, auf welches sie/er stolz ist.

Seither begleiten uns Herr Bartnik und Herr Restorff. Während Herr Restorff die organisatorischen Aufgaben erledigt, vertiefen und üben wir mit Herrn Bartnik, der ausgebildeter Rettungssanitäter ist,  praktische Erste-Hilfe-Übungen, damit das Gelernte nicht in Vergessenheit gerät.

Das Motto der Schulsanitäter: „Helfen und füreinander Dasein“

Der Schulsanitätsdienst besteht aus zwölf Freiwilligen. Wir leisten Erste-Hilfe im Schulalltag, um den Schülerinnen und Schülern zu helfen, falls beim Toben auf dem Schulhof oder im Sportunterricht etwas passieren sollte. Ansprechbar sind wir in den kleinen Pausen vor der 5. Stunde und in der späten Mittagspause. Es befinden sich immer zwei Sanitäterinnen/Sanitäter in unserem Schulsanitätsdienstraum und zwei auf dem Schulhof. Durch unsere Aufgaben lernen wir Verantwortung zu übernehmen, in schwierigen Situationen die Ruhe zu bewahren und Menschen zu helfen. Dies gibt uns auch Sicherheit im Alltag.

Solltet ihr Fragen zum Schulsanitätsdienst haben, dann sprecht uns oder die Lehrkräfte einfach an!

Von Sümeyra Özsimsek und Karoline Grebin